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Verschneiter Fichtenwald im Nationalpark Harz bei Lonau
Nationalpark Harz · 24.700 Hektar · Grenze hinter dem Garten

Nationalpark Harz –
er beginnt hinter unserem Garten

Lonau ist eine Insel im Nationalpark: Das Dorf ist ausgespart, der Wald drumherum gehört dazu. Wer vom Haus losgeht, ist nach zweihundert Metern im Schutzgebiet, und das reicht von hier bis auf den Brocken. Hier steht, was dort gilt, was dort lebt und wie man es ohne Auto erreicht.

24.700 Hektar, 97 % Wald
270 bis 1.141 Meter
Wegegebot, 600 km Wege
Lonau: Dorf in der Aussparung
Der Park

Ein Gebirge, das sich selbst überlassen wird

Der Nationalpark Harz ist mit rund 24.700 Hektar einer der größten Waldnationalparks Deutschlands, ein Zehntel des ganzen Harzes, 25 Kilometer breit und 35 lang, von 270 Metern im Süden bis zum Brocken auf 1.141 Metern. Er entstand am 1. Januar 2006 aus zwei Vorgängern: dem Nationalpark Hochharz in Sachsen-Anhalt von 1990 und dem niedersächsischen Nationalpark Harz von 1994. Verwaltet wird er aus Wernigerode, für den Südwesten ist die Außenstelle Oderhaus bei Sankt Andreasberg zuständig.

Sein Auftrag ist ungewöhnlich für ein Land, in dem jeder Wald bewirtschaftet wird: Auf über 70 Prozent der Fläche greift niemand mehr ein, das Ziel sind 75. Bäume sterben, fallen und bleiben liegen. Was dabei gerade mit der Fichte passiert, erklären wir auf der Seite zum Borkenkäfer. Dazu kommen rund 2.000 Hektar Moore, der einzige Mittelgebirgsgipfel Deutschlands mit natürlicher Waldgrenze und über 10.000 Tier- und Pflanzenarten.

Wo Lonau liegt

Herzberg mit Lonau und Sieber gehört zu den zwölf Nationalparkgemeinden, die Tourismuswerbung nennt Herzberg das Südtor. Das Dorf selbst ist eine ausgesparte Fläche: Die Parkgrenze läuft hinter den letzten Gärten, der Wald ab Haustür gehört zum Nationalpark-Revier Schluft, 2.738 Hektar zwischen 280 und 865 Metern. Im Dorfgemeinschaftshaus sitzt eine Rangerstation mit Infopunkt. Das frühere Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks ist seit Oktober 2025 geschlossen und wird zurückgebaut, die Wiederansiedlung des Auerhuhns im Harz ist gescheitert.

Die Regeln

Was im Nationalpark erlaubt ist und was nicht

Die Regeln gelten ab der Grenze hinter dem Garten, also praktisch auf jeder Wanderung ab Haus. Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten.

Wegenur auf beschilderten Wegen, rund 600 Kilometer
Hundedürfen mit, ganzjährig an der Leine
Feuer, Rauchenverboten, auch Grill und Kocher; Rauchen bis 25.000 Euro Bußgeld
Zelten, Drohnenbeides verboten, auch Biwak und Wohnmobil im Wald
Sammelnnichts mitnehmen, keine Pilze, Beeren, Pflanzen, Steine
Radfahrenauf rund 96 Prozent der Wege erlaubt, Wanderer haben Vorrang; Sperrliste beim Park
Winter, Sturm, BrandLoipen nicht betreten; bei Sturm raus aus dem Wald, tote Fichten brechen; ab Waldbrandstufe 5 Wege gesperrt
Eintrittfrei; Besucherzentren frei außer Brockenhaus und HarzWaldHaus
Wege ab Haus

Vom Garten in den Park

Nach rechts wischen. Vier Wege beginnen an der Haustür, einer zehn Minuten entfernt.

Die Hanskühnenburg auf dem Acker

Hanskühnenburg, 811 m

Durchs Kirchtal auf den Acker, 7,3 Kilometer, drei Stunden. Oben Baude, Turm von 1914, Stempel 144 und der Blick über den Waldwandel bis zum Brocken. Goethe war hier am 14. August 1784. Zur Hanskühnenburg

Lonau mit Osterfeuer vor dem Wald

Rund um Lonau

8,9 Kilometer ab Dorfgemeinschaftshaus: Bergwiesen, Buchenwald, Mariental, Kurpark, Kirchtal. Zwei Stunden drei Viertel, mit Stempelstelle im Ort. Zum Buchenwald um Lonau

Weg zum Knollenturm

Großer Knollen, 687 m

Am Rand des Parks: ab Sieber 4,8 Kilometer hinauf zu Baude und Turm, Stempel 150. Ab Lonau als lange Tagestour über das Siebertal. Zum Großen Knollen

Eiszapfen am Rehberger Graben

Rehberger Graben und Oderteich

25 Minuten mit dem Auto: Der Graben von 1703 führt 7 Kilometer fast eben vom Oderteich, der ältesten großen Talsperre Deutschlands, zum Grabenhaus mit Winterfütterung. Zur Sankt-Andreasberg-Seite

Bachlauf unter Fichten am Eckerlochstieg

Brocken

40 Minuten bis Torfhaus oder Schierke, dann Goetheweg oder Eckerlochstieg auf den Gipfel. Oben Brockenhaus, Brockengarten mit der Brockenanemone und der Urwaldstieg. Zur Brocken-Seite

Was hier lebt

Luchs, Käuze, Moore

Nach rechts wischen.

Rothirsch an der Futterkrippe im Schnee

Luchs und Wildkatze

Der Luchs war 200 Jahre weg; von 2000 bis 2006 wurden 24 Tiere ausgewildert, heute leben rund 90 im Harz. Zu sehen nur im Schaugehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg. Die Wildkatze hat hier eines ihrer letzten Rückzugsgebiete. Rotwild zeigt sich im Winter am Rehberger Grabenhaus. Wildfütterung

Eulen, Spechte, Fledermäuse

60 Reviere des Sperlingskauzes und 82 des Raufußkauzes im niedersächsischen Teil, dazu 58 Schwarzspecht-Reviere, Tannenhäher, 7 Spechtarten und 18 Fledermausarten. Bei Lonau werden die Fledermäuse jedes Jahr gezählt.

Brockenanemone und Moore

Die Brockenanemone wächst in Deutschland nur auf dem Brocken und blüht bis Mitte Juli, zu sehen im Brockengarten mit Führung. Rund 2.000 Hektar Moore, der Torf bis sieben Meter dick; der Rundweg um das Torfhausmoor ist 4,5 Kilometer lang. Zur Torfhaus-Seite

Bergwiese im Harz

Bergwiesen

224 Hektar bei Sankt Andreasberg mit Arnika und Borstgras, von Bergleuten gerodet und jahrhundertelang gemäht. Die Wiesen um Lonau haben dieselbe Geschichte: Winterfutter für das Harzer Rotvieh bis in die 1950er.

Tiere beobachten

Die Beobachtungsstation im Odertal liegt 1,5 Kilometer vom Parkplatz Oderhaus auf befestigtem Weg, auch mit Kinderwagen. Geduld und Glück gehören dazu, Hunde bleiben draußen.

Besucherzentren

Wo der Park sich erklärt

Nach rechts wischen. Die beiden nächsten liegen 25 und 40 Minuten vom Haus.

Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Erzwäsche 1, barrierearm, Eintritt frei. April bis Oktober Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Wochenende 10 bis 17, November bis März Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr. Telefon 05582 923074. 25 Minuten ab Lonau. Nationalparkhaus ↗

Besucherzentrum TorfHaus

Am Start des Goethewegs, mit Moor-Rundweg und WaldWandelWeg nebenan. April bis Oktober täglich 9 bis 17 Uhr, November bis März Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, Eintritt gegen Spende. 40 Minuten ab Lonau. Zur Torfhaus-Seite

Rangerstation Lonau

Im Dorfgemeinschaftshaus, mit kurzer Einführung in den Park, Telefon 05521 72653. Ob und wann sie besetzt ist, fragt ihr uns oder die Station vorher.

Brockenhaus und HohneHof

Das Brockenhaus auf dem Gipfel kostet Eintritt, der HohneHof bei Drei Annen Hohne ist frei und hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Termine der Rangerführungen stehen im Jahresprogramm des Parks. Alle Besucherzentren ↗

Ohne Auto

Mit Bahn und Bus in den Park

Bahnhof HerzbergRegionalbahnen aus Seesen, Northeim, Walkenried, Nordhausen; zehn Minuten vom Haus; Bus nach Lonau ab Bahnhof, Fahrplan bei VSN
Landesbus 450seit Oktober 2025 alle zwei Stunden Herzberg – Bad Lauterberg – Sankt Andreasberg – Braunlage
HATIXmit Gästekarte fahren Übernachtungsgäste in vielen Harzer Bussen und auf den Südharz-Regionalbahnen kostenlos; welche Linien um Herzberg dabei sind, klären wir mit euch
BrockenBrockenstraße für Autos gesperrt: zu Fuß ab Torfhaus oder Schierke, oder mit der Brockenbahn

Zeiten und Preise auf dieser Seite sind eine Stichprobe von uns, Stand Oktober 2026. Sie können sich ändern – bitte vor dem Ausflug direkt beim Anbieter nachsehen:

Unsere Bilder

Der Park vor der Tür

Acker, Graben und Brocken, von uns fotografiert.

Winterwald auf dem Acker

Der Acker im Winter

Rothirsch an der Futterkrippe im Schnee

Wildfütterung am Rehberger Grabenhaus

Nasse Felsplatten am Eckerlochstieg

Eckerlochstieg zum Brocken

Verschneiter Fichtenwald bei Lonau

Winterwald hinter dem Dorf

Häufige Fragen

Was zum Nationalpark gefragt wird

Wo fängt der Nationalpark Harz an?

Für uns hinter dem Garten: Lonau ist ein Dorf in einer Aussparung des Parks, der Wald drumherum gehört dazu. Einen Eingang mit Schranke gibt es nicht, an den Wegen stehen die gelben Nationalpark-Schilder mit den Regeln.

Kostet der Nationalpark Eintritt?

Nein. Auch die meisten Besucherzentren sind frei, nur das Brockenhaus auf dem Gipfel und das HarzWaldHaus in Bad Harzburg kosten Eintritt.

Darf der Hund mit in den Nationalpark?

Ja, das ganze Jahr an der Leine und auf den Wegen. Bei uns im Haus ist er willkommen, der Wald beginnt hinter dem Zaun.

Was darf man im Nationalpark nicht?

Die Wege verlassen, Feuer machen oder rauchen, zelten, Drohnen fliegen, Pilze oder Beeren sammeln. Radfahren ist auf fast allen Wegen erlaubt.

Wo sieht man Luchse?

Wild praktisch nie, sie sind scheu und nachts unterwegs. Im Schaugehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg, rund 4 Kilometer zu Fuß, mit Fütterung. Wer Rotwild sehen will, geht im Winter zum Rehberger Grabenhaus oder zur Beobachtungsstation im Odertal.

Gibt es das Auerhuhngehege in Lonau noch?

Nein. Der Nationalpark hat es im Oktober 2025 dauerhaft geschlossen, die Anlage wird zurückgebaut. Die Rangerstation im Dorfgemeinschaftshaus und der Rundweg um Lonau bleiben.

Geht der Nationalpark mit Kinderwagen?

An einigen Stellen: die Beobachtungsstation im Odertal auf befestigtem Weg, das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg und das Besucherzentrum Torfhaus. Der Weg ab Lonau zur Hanskühnenburg ist eine Forststraße, mit geländegängigem Wagen machbar.

Ferienhaus am Rand des Nationalparks

Zwei Häuser in Lonau, die Parkgrenze hinter dem Garten, der Acker ab Haustür. Wunschtermin prüfen und unverbindlich anfragen.

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