
Rund um Lonau
8,9 Kilometer durch die Buchenhänge westlich des Dorfs, vorbei an der alten Hütte und den Bergwiesen. Der Rundweg der Harzer Wandernadel, Stempel im Ort. Zur Lonau-Seite
Der Borkenkäfer hat dem Harz die Fichten genommen. Lonau hat er ausgelassen, weil hier unten etwas anderes wächst: Buche, so wie es die Natur für diese Höhe vorgesehen hat. Grau wird es erst oben auf dem Acker, und genau diese Grenze kann man ab Haustür ablaufen.
Lonau liegt zwischen 355 und 430 Metern. In dieser Höhe wächst im Harz von Natur aus Hainsimsen-Buchenwald, die Fichte gehört erst ab etwa 750 Metern dazu. Dass sie trotzdem den halben Harz bedeckte, hat der Bergbau zu verantworten: Die Hütten brauchten Holzkohle und die Gruben Stempel, seit 1515 war Holz der wichtigste Betriebsstoff der Region. 1674 wurde die erste Fichtenkultur angelegt, ab den 1730er Jahren setzte man sie überall nach, weil sie schnell wächst und gerade. Auch Lonau hatte seine Eisenhütte, kurz vor 1592 gegründet, bis 1753 in Betrieb.
Rund um das Dorf ist die Buche geblieben oder zurückgekommen. Die Hänge des Lonautals, der Weg hinauf ins Kirchtal und ins Mariental, der Rundweg „Rund um Lonau“ westlich des Dorfs: alles Buchenwald, im Mai hellgrün, im Oktober kupfern. Der Nationalpark untersucht in den alten Laubholzbeständen um Lonau Rindenwanzen, die nur dort leben, wo seit langer Zeit Totholz liegen bleibt. Schwarzspechte zimmern ihre Höhlen in Buchen ab 35 Zentimetern Stammdurchmesser, Fledermäuse werden bei Lonau und am Mühlenberg regelmäßig gezählt.
Ehrlich ist die Grenze: Ab etwa 600 Metern, auf dem Weg zur Hanskühnenburg, wird aus Buche Fichte, und die steht dort tot. Oben auf dem Acker läuft man durch den Waldwandel, den wir auf der Seite zum Borkenkäfer im Harz erklären. Der Buchdrucker, der die Fichten umbringt, kann mit Buche nichts anfangen. Den Buchen selbst geht es nach den Dürrejahren ordentlich, nicht glänzend: Die Kronen älterer Bäume sind in Niedersachsen etwas lichter als im langjährigen Mittel, flächig sterben sie nicht.
Auch das Dorf selbst liegt nicht im Nationalpark, sondern ist eine ausgesparte Insel darin: Das Nationalpark-Revier Schluft umgibt Lonau auf 2.738 Hektar zwischen 280 und 865 Metern. Die Grenze beginnt hinter den letzten Gärten. Die Rangerstation des Nationalparks sitzt im Dorfgemeinschaftshaus; das frühere Auerhuhn-Schaugehege ist seit Oktober 2025 geschlossen, das Auerhuhn als Vogel des lichten Nadelwalds im Harz ausgestorben.
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Lonau im Herbst und Frühling, von uns fotografiert.
Das Dorf und die Hänge im Tal nicht, weil hier Buche steht und der Buchdrucker nur Fichte befällt. Betroffen sind die Höhen über dem Dorf: Auf dem Acker ab etwa 600 Metern stehen die Fichten tot. Wer beides sehen will, geht von der Haustür zur Hanskühnenburg.
Ja. Bis rund 700 Meter ist die Buche im Harz die Baumart, die ohne Menschen wachsen würde. Die Fichte war ursprünglich nur im Hochharz zu Hause und wurde erst ab 1674 für Bergbau und Hütten gepflanzt.
Besser als 2020, nicht glänzend. Die Kronen älterer Buchen in Niedersachsen sind etwas lichter als im langjährigen Mittel, die Absterberate ist aber niedrig. Flächig sterbende Buchen wie bei der Fichte gibt es nicht.
Nein, das Dorf ist eine ausgesparte Fläche, der Nationalpark umgibt es. Die Grenze beginnt hinter den letzten Häusern, der Wald ab Haustür gehört zum Revier Schluft.
Nachgewiesen sind die Graue Rindenwanze, die nur in Wäldern mit langer Totholztradition lebt, Schwarzspechte im Harz und Fledermäuse, die bei Lonau regelmäßig gezählt werden. Rehe stehen morgens am Gartenzaun.
Anfang Mai, wenn das Laub hellgrün aufgeht, und Mitte bis Ende Oktober in Kupfer und Gold. Im Winter sieht man durch die kahlen Buchen bis ins Tal.
Beide Häuser liegen am Buchenhang, der Wald beginnt hinter dem Garten. Wunschtermin prüfen und unverbindlich anfragen.
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