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Landschaft am Südharz
Rhumequelle · Rhumspringe · Südharz · 20 Minuten ab Lonau

Rhumequelle –
ein Fluss, der fertig aus dem Boden kommt

Das Wasser von Oder und Sieber versickert im Gipskarst des Südharzes und taucht 30 Stunden später hier wieder auf: türkis, ganzjährig acht Grad, bis zu 5500 Liter in der Sekunde. Eine der größten Karstquellen Mitteleuropas, frei zugänglich, 100 Meter vom Parkplatz. Der Ausflug für den halben Tag – oder mit Pöhlde und Seeburger See für den ganzen.

18 km · gut 20 Minuten ab Lonau
2000 bis 5500 Liter pro Sekunde
8 Grad, das ganze Jahr
Parkplatz kostenlos, 100 m eben
Rundweg 7 km um Pöhlde
Die Quelle

Was hier aus dem Boden kommt

Ein Quelltopf von 20 Metern Durchmesser und rund neun Metern Tiefe, aus dem die Rhume als fünf Meter breiter Fluss austritt. Drumherum 360 kleinere Quellen, die im Kies sprudeln.

Die Zahlen
Im Mittel 2000 bis 2500 Liter pro Sekunde, nach Schneeschmelze bis 5500, in Trockenzeiten 900. Das sind rund 216 Millionen Liter am Tag, und mit ihnen verlassen täglich 110 Tonnen Gips und 50 Tonnen Kalk gelöst den Berg.
Woher das Wasser kommt
Nur vier Prozent stammen von oben. Der Rest versickert als Oder und Sieber sechs bis neun Kilometer entfernt in Bachschwinden im Gipskarst. Färbeversuche 1913 und 1992 belegten es: Nach etwa 30 Stunden kam der Farbstoff hier heraus, mit bis zu 200 Metern in der Stunde.
Acht Grad und türkis
Ganzjährig 8 bis 9 Grad, die Quelle friert nie zu. Die Farbe kommt vom gelösten Kalk: grünblau bis türkis, je nach Licht. Im Quelltopf stehen Forellen und Äschen, mit Glück sitzt ein Eisvogel am Ufer.
Rang und Schutz
Eine der größten Karstquellen Mitteleuropas, die größte Norddeutschlands und unter den drei bis vier stärksten Quellen Deutschlands mit Aachtopf und Blautopf. Naturdenkmal, Naturschutzgebiet, seit 2006 Nationales Geotop und Geopunkt des UNESCO Geoparks Harz.
Der Besuch

Frei, kostenlos, jederzeit

1999 als Expo-Projekt mit der Heinz-Sielmann-Stiftung neu gestaltet: zwei Holzplattformen, Stege, Infotafeln. Der Quelltopf selbst ist Naturdenkmal und Schutzgebiet, Baden oder Betreten ist verboten.

Eintrittfrei, jederzeit zugänglich
ParkenWanderparkplatz Rhumequelle an der L 530 zwischen Pöhlde und Rhumspringe, gebührenfrei
Weg100 m eben vom Parkplatz, Rundgang um den Quelltopf in fünf Minuten
Kinderwagender Zugang ist eben und kurz, mit Stegen und Plattformen
Hundeja, an der Leine, Naturschutzgebiet
Toilettenkeine belegte am Parkplatz, nächste im Restaurant, falls geöffnet
Dauer20 bis 45 Minuten für die Quelle, zwei bis drei Stunden mit dem Rundweg
Beste Zeitganzjährig, die stärkste Schüttung im Frühjahr nach der Schneeschmelze

Am Parkplatz steht seit 2018 die Geopark-Stele, die die Südgrenze des Geoparks Harz markiert. Alle zwei Jahre im September wählt Rhumspringe beim Heimatfest die Nixe Rhuma, die Sagengestalt der Quelle, und an der Quelle gibt es Konzerte.

Abend am Südharz
Weiter

Rundweg, Pöhlde, Seeburger See

Die Quelle allein ist ein Halbtag. Mit dem Karstwanderweg und den Dörfern drumherum wird ein Tag im Vorland daraus, flach, warm und anders als der Harz.

Karstwanderweg Rundweg 19 um Pöhlde
7 Kilometer, zwei Stunden, 137 Höhenmeter, leicht, ab Parkplatz Rhumequelle: über den Bornberg zu den Erdfällen im Großen Butterloch, zu König Heinrichs Vogelherd, einer frühmittelalterlichen Fluchtburg, und der Schwimmenden Insel. Nach 1,4 Kilometern ein Grillplatz mit Schutzhütte.
Pöhlde, 3 Kilometer
Ehemalige Kaiserpfalz mit 27 belegten Königsbesuchen zwischen 922 und 1059, das Kloster von 952, die Fachwerkkirche von 1688 auf den Klostermauern und eine über tausend Jahre alte Gerichtslinde.
Rhumepark Rhumspringe
Flusslehrpfad mit Tafeln, Bänken, Brücken und einem Wassertretbecken, direkt an der Straße – für Kinder das, was an der Quelle verboten ist: ins Wasser.
Seeburger See, 16 Kilometer
Ein Erdfallsee von 89 Hektar, höchstens vier Meter tief und deshalb im Sommer warm. Naturschwimmbad täglich 11 bis 20 Uhr, Erwachsene 3,50 €, Kinder 2 €, Sandstrand, Tretboote, Abenteuerspielplatz, Rundweg fünf Kilometer asphaltiert. Biergarten Graf Isang seit 1925.
Duderstadt, 13 Kilometer
Über 600 Fachwerkhäuser, eines der ältesten Rathäuser Deutschlands, der Westerturm mit gedrehter Spitze, 3,5 Kilometer Stadtmauer. Der Bummel für den Nachmittag.
Einkehr
Das Restaurant Die Quelle direkt am Parkplatz war für Forellen aus eigener Zucht bekannt, zuletzt aber möglicherweise geschlossen – vor der Fahrt anrufen, 05529 9999967. In Pöhlde Pizzeria Mamma Lucia und Bistro Zum Schrägen, sonst Herzberg auf dem Rückweg.
Häufige Fragen

Was über die Rhumequelle gefragt wird

Kostet die Rhumequelle Eintritt?

Nein. Die Quelle ist Naturdenkmal, frei und jederzeit zugänglich, der Parkplatz an der L 530 ist kostenlos. Vom Auto sind es 100 Meter ebener Weg bis zu den Plattformen.

Woher kommt das Wasser der Rhumequelle?

Zu 96 Prozent aus dem Untergrund: Oder und Sieber versickern sechs bis neun Kilometer entfernt im Gipskarst des Südharzes und tauchen nach rund 30 Stunden hier wieder auf. Das Einzugsgebiet ist 350 Quadratkilometer groß.

Kann man in der Rhumequelle baden?

Nein. Die Quelle liegt im Naturschutzgebiet, Baden, Tauchen und Betreten des Quelltopfs sind verboten. Das Wasser hat ohnehin nur acht Grad. Zum Baden lohnt der Seeburger See 16 Kilometer weiter.

Wie lange braucht man an der Rhumequelle?

Für den Rundgang um den Quelltopf mit Tafeln und Plattformen 20 bis 45 Minuten. Mit dem Rundweg 19 um Pöhlde zwei bis drei Stunden, mit Seeburger See oder Duderstadt ein ganzer Tag.

Wie weit ist die Rhumequelle vom Ferienhaus Lonau?

Rund 18 Kilometer, gut 20 Minuten über Herzberg und Pöhlde auf der Straße nach Duderstadt.

Ferienhaus 20 Minuten von der Rhumequelle

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