Vor 51.000 Jahren ritzte ein Neandertaler ein Muster in einen Hirschknochen, vor 400 Jahren grub man hier nach Einhorn-Knochen als Medizin, 1761 sprengten die Franzosen die Burg auf dem Felsen darüber. Alles in Scharzfeld, 20 Minuten vom Ferienhaus, als Rundwanderung an einem Tag.
Nur mit Führung, rund 45 Minuten über knapp 300 Meter der 700 Meter langen Höhle, bis in die Blaue Grotte mit ihren beiden natürlichen Deckenöffnungen. Sieben Grad, fast 100 Prozent Luftfeuchte – Jacke und feste Schuhe. Viele Portale nennen noch alte Zeiten und 7,50 €, maßgeblich ist die Website der Höhle.
Vor der Fahrt kurz auf einhornhoehle.de nachsehen, im September 2026 war die Höhle zehn Tage gesperrt. Rund um die Höhle drei Naturpfade mit 60 Stationen zum Spielen und Lesen, auch ohne Ticket.
Die Höhle ist seit 1541 bekannt, und fast so lange wird hier gegraben – erst nach Medizin, dann nach Wissenschaft.
Zwei Ziele aus Dolomit, beide frei zugänglich, beide ganzjährig.
Die offizielle Tour verbindet alle drei Ziele, als Rundweg 18 des Karstwanderwegs.
Tagesplan: Höhlenführung um 11 Uhr, dann die kurze Runde zur Burg mit Einkehr, zurück zum Auto. Wer die große Runde geht, startet an der Steinkirche und bucht die Führung für den frühen Nachmittag. Tour bei Harzinfo.
Scharzfeld liegt an der B 243 zwischen Herzberg und Bad Lauterberg, von Lonau die kürzeste Ausflugsstrecke überhaupt.
In der Sommersaison 2026 freitags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr mit Führungen zu jeder vollen Stunde, die letzte um 15 Uhr, an Feiertagen und Brückentagen zusätzlich. Von November bis März ist die Höhle geschlossen, weil Fledermäuse dort überwintern.
Erwachsene ab 16 Jahren 12 €, Kinder von 6 bis 15 Jahren 7 €, Kinder von 3 bis 5 Jahren 3 €, jüngere frei. Der Parkplatz ist kostenlos, die Führung im Preis enthalten.
Ja, die Höhle ist mit Kinderwagen und Rollstuhl befahrbar, der Betreiber nennt sie aber bewusst nicht rollstuhlgerecht. Warme Kleidung nicht vergessen, drinnen sind es sieben Grad.
Die Ruine ist frei zugänglich, ohne Öffnungszeiten und Eintritt. Die Oberburg oberhalb der Freitreppe ist seit 2019 wegen Sanierung gesperrt, Unterburg, Terrasse und Gaststätte sind offen.
Der Fund eines 51.000 Jahre alten Riesenhirsch-Knochens, in den Neandertaler ein Winkelmuster geritzt haben. Er gilt als eines der ältesten Kunstwerke Europas. Und die Geschichte davor: 400 Jahre lang wurden hier Höhlenbärenknochen als Einhorn-Medizin verkauft.
Der kürzeste Ausflug von unserem Haus in Lonau. Wunschzeitraum im Kalender prüfen und unverbindlich anfragen.
Verfügbarkeit prüfen